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| VfL Oldesloe - SCU 1:2 |
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SC Union zieht Reißleine: Mareck und Matysik gehen
Die Meldung kam überraschend: Fußball-Kreisligist SC Union Oldesloe und Trainer Wolfram Matysik sowie Obmann Hans-Dieter Marek gehen ab sofort getrennte Wege. "Bei uns kommt es momentan zur Umstrukturierung, wir haben viele Abgänge und wollen einen Neuaufbau wagen. Deshalb haben wir uns einvernehmlich von den beiden getrennt", erklärte Unions Vorsitzender Dieter Hahn. Auch Mareck betonte, dass er zum Wohle des Vereins freiwillig zurückgetreten sei. "Wir haben uns am Donnerstagabend zusammengesetzt und die letzten Monate aufgearbeitet. Dabei kam heraus, dass Teile der Mannschaft nicht mehr mit mir und dem Trainer zusammenarbeiten wollen", sagte Marek. Hahn ergänzte: "Wir mussten ja schauen, warum wir plötzlich so viel Personal verlieren."
Mit der Trennung von Mareck und Matysik ist nun die Hoffnung verbunden, dass einige Spieler ihre Wechselabsichten eventuell noch einmal überdenken. Die Nachfolger auf den beiden vakanten Posten jedenfalls stehen laut Hahn bereits "zu 90 Prozent" fest. Nach Angaben von Mareck und Matysik tauchten kurz nach der Besprechung am Donnerstag Matthias Wurst (bisher Trainer beim TSV Grabau) und Houssam Demetrious, dessen Vertrag als Union-Trainer vor einem Jahr nicht mehr verlängert worden war, im Kurpark auf. Wurst und Houssam also als neues Trainer-Obmann-Gespann? "Das ist so nicht korrekt", antwortet Hahn etwas kryptisch auf die Frage, will aber auch nicht mehr verraten. Matthias Wurst allerdings verriet er am Donnerstagabend wohl doch mehr. "Ich bin der Mannschaft als neuer Trainer vorgestellt worden", sagte Wurst gestern auf Nachfrage unserer Zeitung. Die schnelle Lösung zeigt: Bei Union gab es bereits seit längerer Zeit Gedankenspiele, wie die Nachfolge von Matysik und Mareck geregelt werden könnte. "Natürlich überlegt man sich so etwas. Die beiden wussten ja auch zum Teil, dass das Team unzufrieden ist", verriet Hahn.
Diese Behauptung aber weist Matysik von sich. Und auch Mareck sagte: "Das hat hinter unserem Rücken statt gefunden. Die Art und Weise, wie das abgelaufen ist, schmerzt." Die Vorwürfe seien für beide überraschend gewesen. "Ich wusste absolut nicht, dass einige Spieler so unzufrieden waren. Vielleicht hat es hier oder da rumort, aber zu mir persönlich ist kein Spieler gekommen und hat mich darauf angesprochen", betonte Matysik. "Ich war auch bei vereinzelten Spielern mit einigen Sachen nicht einverstanden. Aber ich bin immer offen mit allen umgegangen." Er sei verwundert gewesen, Matthias Wurst und Houssam Demetrious nach der Sitzung am Donnerstagabend begegnet zu sein.
Matysik hat übrigens noch einen laufenden Vertrag. "Da muss sich der Verein etwas einfallen lassen", sagte der Coach nach der "einvernehmlichen Trennung".
Stormarner Tageblatt vom 11.6.2011
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