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Solidaritätswoche gegen Armut
 


Eine groß angelegte Solidaritätswoche zum Thema „Armut“ plant ein Kreis ehrenamtlich engagierter Menschen aus dem sozialen und kirchlichen Bereich,
  • um auf die soziale Not vieler Menschen auch
    in unserer Stadt aufmerksam zu machen,
  • um das Miteinander zu fördern
  • und politische Konsequenzen zu provozieren.
Diese Woche ist vom 8. bis 14. Juni 2009 geplant.

Dabei werden möglichst viele Institutionen, Verbände, Firmen und Organisationen eingebunden sein. Jeder kann in einer selbst durchgeführten Veranstaltung zum Gelingen einer solchen Woche beitragen.

Unter diesem Motto haben Bürgerinnen und Bürger aus Kirchen, Gewerkschaften, Parteien, Vereinen, Schulen und ehrenamtlichen Selbsthilfegruppen sich in der "TuWas"-Aktion in Bad Oldesloe zusammen geschlossen, um auf das Problem "Armut in unserer Stadt " hinzuweisen – und für Verständnis zu werben. Die vielfältigen Aktionen in der Solidaritätswoche vom 8. bis 14. Juni sollen in der Pressekonferenz am 18.3. um 10 Uhr im Büro der BQS, Industriestraße 19, vorgestellt werden.

Was bedeutet Armut?

Bei uns gibt es Armut, auch wenn sie nicht so aussieht, wie in der Sahelzone. Die Betroffenen haben oft keine Krankenversicherung, manche können kaum ihr Essen bezahlen (351€ beträgt die gesetzlich garantierte Grundsicherung für Erwerbsunfähige, für Angehörige noch weniger).

Nach einer Studie (2005) von Irene Becker und Richard Hauser kommen aber auf jeden Bezieher von Grundsicherungsleistungen etwa eine weitere Person, die verdeckt arm ist. Diese Personengruppe hat damit sogar ein geringeres Einkommen als den Grundsicherungsleistungen entspricht. Besonders betroffen sind ältere Personen und manche Erwerbstätige. Letztere insbesondere deshalb, weil sie oft nicht wissen, dass auch sie Anspruch auf Sozialhilfe bzw. auf Arbeitslosengeld II haben.

Sichtbar wird Armut in unserer Stadt zum Beispiel bei der Essensausgabe der Oldesloer Tafel, die am Mittwoch und Freitag von über 160 Familien oder Einzelpersonen aufgesucht wird – und dies mit wachsender Tendenz (vor einem Jahr waren es nur halb so viele).

Meistens sind die Folgen der Armut aber nicht sichtbar, da Teilhabe am öffentlichen Leben aus Mangel an entsprechenden Mitteln oder aus Scham oder wegen reduziertem Lebensmut nicht stattfindet.

Was tut TuWas?

Die Aktionsgruppe TuWas will hier aufklären und zum solidarischen Mitmachen aufrufen, zur gesellschaftlichen Teilhabe animieren. [Überall gilt: Eintritt frei!]:

Mitmach-Aktionen
  • „Mut-Mal-Aktion“ im Bella Donna [Montag bis Freitag]
  • „Straßentheater zur Armut“ zum Mitspielen in der vorbereitenden Theaterwerkstatt und auf der Straße [Proben und Aufführungen am Montag, Dienstag, Mittwoch]
  • Fotowettbewerb für alle Bürger/innen zum Thema ‚arMUT’ [bereits im Mai]
  • „Was macht uns reich – was macht uns arm?“ Umfrage in den Sprachpatenschaften
  • Diskussion „Steuergerechtigkeit und Armut“ im Bürgerhaus [Dienstag]
  • Autoren - Lesung „Turboleben – neue Ausgrenzung“ in der AWO, Brunnenstraße 1 [Dienstag]
  • „Armut ist weiblich“ im Bella Donna [Freitag]
  • Aktionsstand „Ein Handy für ein Essen“ (Einsammeln von Althandys) in der Hindenburgstraße für die Oldesloer Tafel
  • Bücherflohmarkt für die Oldesloer Tafel (gleicher Stand, hier werden auch während der ganzen Woche Informationen zur Armutswoche erhältlich sein)
  • „Ein Handy für ein Essen“ in der Berufsschule und der IGS
  • Kindergarten-Flohmarkt [Mittwoch]
  • „Kochen für Eltern“ in der OASE [Dienstag]
  • „Kochkurs für Kinder“ in der OASE [Donnerstag]
  • „Aktion für Kinder“ Bürgerhaus [Donnerstag]
  • „Einkaufsberatung“ in der OASE [Mittwoch]
  • „Stormarner Stulle“ Frühstück in einer Oldesloer Schule [Montag, Freitag]
  • Malkurs für Anfänger und Fortgeschrittene im Bürgerhaus [Freitag]
Aufklärung:
  • „Buchausstellung arMUT“ in der Stadtbibliothek
  • „Fotoausstellung arMUT“ im Bürgerhaus
  • Ausstellung „Straße der zerstörten Träume“ in der Stadtbibliothek
  • „Die Oldesloer Tafel stellt sich vor“ AWO, Brunnenstraße 1 [Donnerstag]
  • „Das Spendenparlament stellt sich vor“ Fußgängerzone [Sonnabend]
  • „Die Oldesloer Tafel stellt sich vor“ Fußgängerzone [Sonnabend]
  • „Das Kinderschutzbund stellt sich vor“ Fußgängerzone [Sonnabend]
  • „’Tat und Rat’ stellt sich vor“ Fußgängerzone [Sonnabend]
  • „Die AWO stellt sich vor“ Fußgängerzone [Sonnabend]
Helfen
  • der Seniorenbeirat sponsert Patenschaften für Bedürftige
  • Karl Allwardt sponsert Zelte für Familien, die Urlaub machen möchten
Festliche Veranstaltungen
  • Prolog am Montag, dem 8.6., 18:30 Uhr im Bürgerhaus mit Bürgermeister-Rede, Buchprojektvorstellung (Armut in Oldesloe) - und Musik
  • In der 1. Halbzeit am Mittwoch, dem 10.6., um 19 Uhr im Bürgerhaus mit Vortrag („Hartz IV – die verordnete Armut“), Film („WohnHAFT Kampstraße 33“), Information zur Therapiehilfe-Suchtberatung „Macht Armut süchtig oder macht Sucht arm?“ mit alkoholfreien Cocktails - und Musik
  • In der 2. Halbzeit am Donnerstag, dem 11.6., um 19 Uhr im Bürgerhaus unter dem Thema „Drückende Armut – Aufrechter Gang“ ein Vortrag „Bildungskatastrophe Armut“ und die Preisverleihung zum Fotowettbewerb „arMUT“ und Musik
  • Finale am Freitag, dem 13.6., um 19 Uhr im Bürgerhaus mit Bürgerworthalter-Rede, Darstellungen der Ergebnisse der Soli-Woche, Jugend-Theater „Aysche gehört dazu!“ , „Deutsch-Kurdische Tanzgruppe“ und Buffet aus der Moschee, eventuell noch Cabaret.
  • Epilog am 14.6. um 10 Uhr in der Peter-Paul-Kirche: Gottesdienst (mit interreligiösen Anteilen) zum Thema „arMUT“
Organisation:
Das Büro der BQS ist das Herzstück der Vorbereitungen. Hier gibt das Organisationsteam mit Karl-Heinz Bahr, Jochen Caesar, Rüdiger Dumke und Rolf Heitmann Antworten auf alle Fragen zum aktuellen Stand der Vorbereitungen. Sie sind jeden Mittwoch von 9.00 - 11.00 Uhr vor Ort und dann telefonisch unter 04531.188875 zu erreichen. Wer Fragen hat oder noch mitmachen möchte, ist hier willkommen. Klangstadt hat seine Bereitschaft dazu schon signalisiert.

Festausschuss:
Susanne Agne, Birgit Mahner, Yavus Bilgic, Cornelia Steinert

Öffentlichkeit:
Volker Hagge, Günther Finck, Hartmut Jokisch

Foto-Dokumentation:
Bodo Rahnenführer

Stände, Stell-Wände:
Rolf Heitmann

Flyer:
Christian P. Schlichte, Christian Bernardy

Plakat:
Christian Bernardy

Internet, Video-Dokumentation:


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